Für hochsensible Bauwerke, wie beispielsweise Brückenfundamente, Tunnelbauwerke, Stützbauwerke oder historische Ingenieurbauten, ist während bestimmter Baumaßnahmen eine kontinuierliche hochpräzise Überwachung der Bauwerksbewegungen erforderlich. Dies gilt insbesondere bei Injektionsmaßnahmen zur Bodenverbesserung, Hohlraumverfüllung oder Bauwerksunterfangung. Bereits geringfügige Verformungen können auf kritische Veränderungen im Baugrund oder auf unzulässige Beanspruchungen der Tragkonstruktion hinweisen. Daher ist eine Messgenauigkeit im Bereich von 0,1 mm (1/10 mm) erforderlich.
Die Überwachung erfolgt durch ein automatisiertes geodätisches Monitoring-System, das hochpräzise Sensoren wie digitale Präzisionsnivellementsysteme, Tachymeter, Neigungssensoren, digitale Schlauchwaagen, Wegaufnehmer oder faseroptische Messsysteme miteinander kombiniert. Die Messpunkte werden an kritischen Bereichen des Bauwerks sowie im angrenzenden Baugrund installiert und erfassen kontinuierlich Setzungen, Hebungen, horizontale Verschiebungen, Neigungen oder Verformungen.